
Verstauchung und Dehnung
Bei einer Verstauchung oder Distorsion handelt es sich um die Verletzung einer Gelenkkapsel oder eines Bandes. Hier werden die Kollagenfasern stark überdehnt. Häufig betroffene Stellen sind Knie, Fuß und die Hand. Eine Verstauchung tritt am häufigsten nach einer gewaltsamen Überdehnung oder Stauchung des Sprunggelenks auf.
Eine Verstauchung ist verbunden mit einer Anschwellung und oft auch mit einem Bluterguss. Behandelt wird sie mit Kühlung des betroffenen Gelenks, was entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Zudem wird das Gelenk ruhiggestellt, damit es nicht noch weiter gereizt wird. Das Hochlagern hilft zudem, dass die Anschwellung abnimmt.
Die Symptome sind Schmerzen, die sogar schlimmer als bei einem glatten Bruch sein können, sowie Anschwellungen und Blutergüsse. Eine Verletzung der Bänder kann zu chronischen Instabilitäten führen, auch bekannt als „Schlottergelenk“. Das kann schon im jungen Alter zur Arthrose führen, auch bei sportlich aktiven Menschen. Deshalb sollte man lieber einmal mehr, als einmal zu wenig einen Unfallchirurgen oder Orthopäden aufzusuchen. Denn ein Nicht-Mediziner kann nur selten zwischen einer leichten und einer schweren Verletzung unterscheiden. Der Schmerz kann täuschen und eine schwere Verletzung muss nicht unbedingt schmerzhaft sein.